



















































































































Mein Interesse gilt den historischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts, die zum Zusammenbruch der DDR und des Warschauer Pakts führten. Die Auswahl der Orte steht im Zusammenhang mit den Protestbewegungen der 1970er- und 1980er-Jahre in Polen sowie den Demonstrationen in Leipzig 1989, die diesen Transformationsprozess maßgeblich prägten.
Ich habe Stadträume in Leipzig, Warszawa, Gdańsk und Gdynia fotografiert. Die Arbeit folgt einer offenen Bewegung durch den urbanen Raum, angelehnt an die dérive – das bewusst zufällige Umherschweifen der Situationistischen Internationale – bei der Wahrnehmung und Zufall den Weg bestimmen. Die Bilder dokumentieren, wie sich historische Veränderungen über die Zeit in die Stadträume einschreiben. Sie zeigen, wie Architektur stellvertretend für Zeit und Geschichte Brüche, Kontinuitäten und Transformationen in der gebauten Umwelt markiert und somit die Spuren gesellschaftlicher Prozesse sichtbar macht.
Die Arbeit ist noch nicht abgeschlossen und wird im Laufe dieses Jahres in weiteren osteuropäischen Ländern fortgeführt.